Montag, 10. August 2026, 19.30 Uhr
Klare Konzepte sind eine Stärke des Berliner Liedermachers, Sängers, Pianisten, Schlagzeuger und vielbeschäftigten Musikproduzenten (Silberblick Musik) mit eigenem Tonstudio in Weißensee. 2012 malte er ein Jahr lang jeden Tag ein Bild als lebendigen Kunstkalender. Einmal brachte er eine Doppelveröffentlichung heraus, ein Musikalbum mit Band, eins allein am Klavier eingespielt. Ein anderes Mal kombinierte er das und spielte ein Bandalbum komplett allein ein.
Auch in seinem aktuellen Programm bringt er wieder zwei Welten zusammen: zwei Welten, wie sie selten unterschiedlicher geklungen haben. Eine schaut auf das, was in den letzten Jahren um ihn herum passierte; die andere zieht sich ins Private zurück. „Nach außen, nach innen“ geht auf dezidiert getrennte Seiten. Ein Konzept, das zwei komplett unterschiedliche Stimmungen nebeneinanderstellt und somit auch miteinander korrespondieren lässt.

Auf der eher kampflustigen Außen-Seite, die hörbar Spaß an der Ironie hat, singt Andreas Albrecht unter anderem aus der Perspektive von Querdenkern und Klimawandelleugnern, entlarvt dabei wie nebenbei manch krude Weltsicht, die sich seit Corona und anderen Krisen in die Öffentlichkeit gewagt hat. Innen begleiten wir Albrecht in die Gedanken eines jungen Vaters, der er selbst erst geworden ist. Da ist er ganz Poet, stromert durch „Schlaflosland“ und „Treibholzzeit“, erinnert sich auch ans eigene Kindsein. Dabei schöpft der Multiinstrumentalist abwechslungsreich und mit großer Energie aus seinem umfangreichen musikalischen Erfahrungsschatz.