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Hier findest Du die bisherigen Events

Christoph Schenker – Moviestar

Montag, 6. November 2023, 19.30 Uhr

Nach CELLOSOPHY geht Christoph Schenker mit dem 2023er Solo-Album MOVIESTAR seinen musikalischen Weg, sein Instrument in den Mittelpunkt von atmosphärischen Stücken zwischen Filmmusik, New Classic und Pop zu stellen, konsequent weiter.

Er definiert dabei das Violoncello in seinem Sinne modern: kein Verharren in klischeehaften klassischen, jazzigen, rockigen Spieltechniken, aber doch die zügellose Verwendung sämtlicher Klischees als Baukasten für frische Cellomusik im 21. Jahrhundert. Kein weiterer angestaubter Versuch von Crossover, sondern ein eindrucksvolles Musikerlebnis aus Improvisation und spontanem Groove: Klangflächen entstehen, Songstrukturen bauen sich auf, verschachtelte Rhythmen reißen mit – ausschließlich auf einem Cello gespielt und mithilfe von Loopstation, diversen Effekten und Liveelektronik doch wie eine ganze Band klingend.

Hier geht es zur Website von Christoph Schenker

SUM II – Jazzgesellschaft Leipzig

Samstag, 30. September 2023, 19.30 Uhr

Die Jazzband  SUM (Swing und Modern) gründete sich 1974 in Leipzig, formierte sich vor einigen Jahren als SUM II JAZZGESELLSCHAFT LEIPZIG  neu und hat sich durch Spielfreude und ausgefeilte Bläserarrangements einen Namen als Live-Jazzband in Leipzig und Umgebung gemacht.

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Hier geht es zur Website von SUM II

MATTHIAS EHRIG – Mehr Gitarre!

Montag, 9. Oktober 2023, 19.30 Uhr

Weder einsam „Sologitarre“, noch spartanisch „Nur Gitarre“ – „Mehr Gitarre!“, heißt das Soloprojekt des Musikers und Komponisten Matthias Ehrig. Weil weniger bekanntermaßen oft mehr ist.

„Mehr Gitarre!“ ist die musikalische Essenz und Autobiographie in der Mitte seines Lebens. Alle Songs haben eine Geschichte, die das Leben schrieb und die Matthias Ehrig nun spielend erzählt. Seine musikalische Vergangenheit in Jazz-, Folk- und Popmusik-Projekten, imTango-Quintett und Singer-Songwriter Duo erwacht auf seinen Gitarren zurGegenwart. Auf diese Weise entsteht eine Musik, die zwar nicht wie Folklore klingt, die Ehrig jedoch gerne als seine innere Folklore bezeichnet.

Hier geht es zur Website von Matthias Ehrig.

KARO NERO – Zugvögel und Korallen

Montag, 18. September 2023, 19.30 Uhr

Wo waren sie nur die ganze Zeit? Diese Songs, diese Musiker, diese Band? KARO NERO ist eine Newcomer-Band, allerdings in ihren besten Jahren. 

Ausgerechnet im Corona-Jahr 2020 erschien ihr Debüt-Album. Mit 25 Jahren Verspätung nach langer Band-Pause seit den Neunzigerjahren. Perfektes Timing! Dennoch wurde der Erstling „Schwerter aus Papier“ sehr positiv von Kritik, Feuilleton und Publikum aufgenommen. Jetzt erscheint im September das Nachfolge-Album „Zugvögel und Korallen“. 

KARO NERO spielen Musik für Erwachsene und alle, die es werden wollen. Pop-Rock mit Poesie. Ihre Musik zielt auf Bauch und Beine, die deutschsprachigen Texte eher auf den Kopf. Oft treffen sie irgendwo genau dazwischen – nämlich mitten ins Herz.

Hier geht es zur Website von KARO NERO

THE ROAD BROTHERS – Back to Livemugge

Montag, 14. August 2023, 19.30 Uhr

Die Road Brothers sind ein Bluegrass Trio aus Clennen, nahe dem weitaus bekannterem Bockelwitz in der malerischen Landschaft des Muldentals. Nur hier kommen sie vor, die aussergewöhnlichen Musiker für ein Projekt wie dieses.

In der Besetzung Gitarre, Banjo, Bass spielen sie 80iger Jahre Hits im Bluegrass-Gewand, ein hoher Anspruch dem nur die wenigsten Bands gerecht werden.

Niemand weiß, wer sie sind oder seit wann die Band existiert. Manche sagen, sie waren schon immer da, andere sagen, sie tauchen immer dann auf, wenn sie gebraucht werden.

​Ihre Auftritte sind ein spontaner Mix aus sehr guter Musik, Comedy und völligem Nonsens. Ihr schräger Humor macht alles möglich ausser einen stilsicherem Bluegrass Konzert. Sie sind frisch, sie funkeln und sie sind sowieso da. Warum sollte man da zuhause bleiben?

Hier geht es zur Website der Road Brothers

SASCHA GUTZEIT – Der falsche Mann

Montag, 10. Juli 2023, 19.30 Uhr

Sascha ist gerade dabei seine Website zu aktualisieren. http://www.saschagutzeit.de/

Außerdem kannst Du sein neues Album „Der falsche Mann“ vorbestellen. https://saschagutzeit.bandcamp.com/album/der-falsche-mann

Zum 30. Bühnenjubiläum ist er zurück mit neuem Album und Konzertprogramm. Sascha schreibt Kriminalgeschichten, Songs, Hörspiele sowie Ein-Mann-Theaterstücke und Musikrevuen. Zudem komponiert er Hörspiel- und Filmmusik und arbeitet als Sprecher. Er steht als Darsteller, Sänger, Kabarettist und Vorleser auf der Bühne und absolviert jährlich etwa einhundert Auftritte.

Eine richtig gute Zusammenstellung seiner Aktivitäten findest Du auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Sascha_Gutzeit

NADINE MARIA SCHMIDT – Die Kinder an unseren Händen

Montag, 5. Juni 2023, 19.30 Uhr


Was Nadine Maria Schmidt über ihr neues Album „Die Kinder an unseren Händen“ schreibt, ist nicht übertrieben: In den Songs geht es buchstäblich um Leben und Tod (und auch um das Leben danach). Aber die 42-jährige Songschreiberin und Sängerin hat es sich und ihren Hörerinnen und Hörern noch nie leicht gemacht – und wird gerade dafür von ihrem Publikum geliebt.

Und nun also nach einer, auch durch private Schicksalsschläge bedingten, Schaffenspause das vierte Album „Die Kinder an unseren Händen.“ Nach den Gedichtvertonungen des Vorgängers „Ich bin der Regen“ stammen diesmal alle Texte von Nadine. Thematisch geht es ans Eingemachte – von ganz intimen Dramen über Kriegs- und Fluchtgeschehen bis zu einem historischen Massensuizid 1945 im vorpommerschen Demmin. Dabei gibt es doch einen klaren roten Faden – Nadine Maria macht ihn klar: „Die Kinder an unseren Händen als ein Symbol für Liebe und Vertrauen, aber auch für die Verantwortung für sie und das über die Generationen hinweg.“

Hier geht es zur Website von Nadine

GENNA & JESSE – Retro Soul Pop

Montag, 15. Mai 2023, 19.30 Uhr

Genna & Jesse zeichnen sich durch eine einzigartige Alchemie aus, die aus der schrulligen Chemie, den komplizierten Gesangsharmonien und dem leidenschaftlichen Geschichtenerzählen entsteht, die ihr Songwriting und ihre lebhaften Auftritte prägen. Mit Anklängen an Folk, Blue-Eyed Soul, Jazz, Blues, Torch Song und populäre Musik aus den 60er und 70er Jahren kann das von ihnen selbst gewählte Genre „Retro Soul Pop“ nicht ganz erfassen, was sie in ihren fröhlichen Live-Shows und sinnlichen, durchdachten Alben hervorzaubern.

Inspiriert von ihrem romantischen Nomadenleben lassen sich Genna & Jesse am besten als moderne Troubadoure beschreiben, die dem Hörer mit etwas Frischem, Wahrem und wirklich Unabhängigem Einblicke in ihre immer in Bewegung befindliche Welt gewähren.

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf youtube: https://www.youtube.com/watch?v=udOYm7JYp3c&t=3s

TROTTER – Singt Erich Mühsam

Montag, 8. Mai 2023, 19.30 Uhr

Da bin ich, öffne zögernd deine Tür

Erich Mühsam, einem der schillerndsten politischen Dichter und Agitatoren gegen Unterdrückung, Krieg und Faschismus, hat der Musiker Ralf „Trotter“ Schmidt mit der CD und seinem musikalisch-literarischen   Programm „Trotter singt Erich Mühsam“ ein würdiges Denkmal gesetzt. Seine Auswahl der 15 neu vertonten Mühsam-Gedichte umfasst nicht nur Lyrik aus Mühsams unterschiedlichen Schaffensperioden, sondern berührt auch wesentliche Aspekte seines Werks. Freiheit, Rebellion und Antifaschismus paaren sich mit Themen wie Einsamkeit, verschmähter Liebe und sexuellen Abenteuern. Dieser Vielfältigkeit trägt der ehemalige INTERZONE-Bassist auch dadurch Rechnung, dass er die so   unterschiedlichen Themen und lyrischen Formen mit einem breiten Spektrum an musikalischen Stilen von Blues, rockigen Balladen über Folk mit Jazzelementen bis hin zur Anlehnung an deutsche Arbeiterhymnen präsentiert.

www.muehsam-projekt.de

Jim Rakete hat Trotters Mühsam-Projekt inszeniert, gefilmt und vor
einem Jahr als Video DER MAHNER (52 Minuten) veröffentlicht:
https://youtu.be/jGGUfxiD9-E

LASARAH SATTLER – Herzenssachen

Montag, 10. April 2023, 19.30 Uhr

Gefühlsvolle Chansons über die Liebe und das Leben

„Seit ich denken kann, begleitet mich die Musik durch mein Leben. Heute ist sie für mich Ausdrucksmittel und persönlicher Begleiter zugleich. Auf großen und kleinen Bühnen darf ich mit ihr Gefühle transportieren und Darstellerin sein. Dafür bin ich sehr dankbar.“ Und so ist auch unsere April-Liedertour für Musicaldarstellerin und Sängerin Lasarah Sattler eine „Herzenssache“: Die Musik des 20. Jahrhunderts und gerade das Chanson ist geprägt von geschichtlichen Ereignissen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die genauso spannend sind, wie die Allgegenwärtigen. Dabei geht es um Krieg, wie um Liebe und Freundschaft, Familie und Heimat und den ganz normalen Alltag voller Gefühle, die berühren, schmerzen oder uns lachen lassen.

Zur Website von Lasarah: Auf das Foto klicken!

WIR SIND ES SELBST – Der Monolog zwischen uns

Montag, 13. März 2023, 19.30 Uhr

Akkordeon und Bass. Fragilität und Wucht. Genialer Dilettantismus und perfekter Popsong. Minimalismus und Emotions- Overkill: Minimal Pop in Kingzise.

Unbeschreiblich, deshalb: hört selbst!

EISBRENNER– persönlich

Montag, 6. Februar 2023, 19.30 Uhr

Der engagierte Songpoet und Friedensaktivist Tino Eisbrenner bereist mit seiner Musik und den deutschsprachigen Texten die halbe Welt und vermag es, seine Weltsicht in seinen Geschichten und Liedern zu veranschaulichen. Der musikalische Grenzgänger und streitbare Kosmopolit bezieht Stellung und hat Mut zu Visionen. Längst genügt dem ehemaligen Jessica-Frontmann sein anfängliches Ausdrucksmittel Rock/Pop nicht mehr.

Heute ist Eisbrenner ebenso Rockpoet und Singer/Songwriter, wie Chansonnier – ein Troubadour im modernsten Sinn des Wortes. „Songpoeten sind wandelnde Reflektoren ihrer Zeit und der Zeiten vor ihrer Zeit. … Sie steigen hinab in die Tiefe der Seelen und fördern etwas zutage wie Schmerz, Angst, Zorn. Etwas wie Verstand, Poesie und Liebe. Etwas, das wir Hoffnung nennen.“ Eisbrenner erfasst mit traumwandlerischer Sicherheit den besonderen Reiz der Begegnung, des WO, WARUM und WIE und es entsteht eine Atmosphäre, die noch weit über den Abend hinaus knistert.

CLAUDIA HEROLD – Aus dem Nähkästchen (Anderer)

Montag, 9. Januar 2023, 19.30 Uhr

Von einer, die auszog, ihre Musik zu finden, mit Cello, Gitarre, Stimme und mehr.

So bewegt sie sich leichten Fußes durch verschiedene musikalische Welten: Klezmer und osteuropäische Musik, Tango aus Argentinien, Lieder und Folksongs aus allen Himmelsrichtungen, vom 14. Jahrhundert bis hin zur Gegenwart. Damit nicht genug, kommt sie noch mit eigenen Kompositionen um die Ecke geschlenkert.

Claudia Herold ist zudem Teil des Weltmusik- Trios Rada Synergica. Sie improvisiert auf Vernissagen, spielt auf Beerdigungen und begleitet Märchenerzählerin Peggy Burian. Dazu ist sie als Theater – und Studiomusikerin und Cellolehrerin tätig.

JOE KUČERA – Morgenstern

Montag, 12. Dezember 2022, 19.30 Uhr

Die tschechische Jazz-Saxophon-Legende Joe Kučera singt Christian Morgenstern – das besondere Adventskonzert.

Der in Prag geborene autodidaktische Musiker und Komponist hat sich schon seit Beginn seiner Karriere dem Sopran-Saxophon verschrieben, auch wenn er sich sowohl in der damaligen ČSSR als auch international auf den Tenor- und Alt-Saxophonen sowie der Querflöte einen Namen gemacht hat.

                                                                                                                                                                                                                             Foto: Zuzana Richter

Mit seiner natürlichen Art zu spielen, ist er auf dieser Welt eigentlich konkurrenzlos. Die Liste der Künstler, mit denen Joe musiziert hat, ist sehr lan

LENNART SCHILGEN -Verklärungsbedarf

Montag, 14. November 2022, 19.30 Uhr

Lieder vom Schwarzmalen & Schönfärben

Lennart Schilgen sieht Verklärungsbedarf. In seinem zweiten Programm dichtet und singt er gegen eine unzureichende Wirklichkeit an. Und entlarvt zwischen den Zeilen, wo die Welt und er selbst sich überall in die Tasche lügen. Möglich, dass ein paar unbequeme Wahrheiten auftauchen. Aber keine Angst: Selten war das Verlassen der gedanklichen Komfortzone so komfortabel! Es gibt Partylieder für Leute, die nicht gerne auf Partys gehen. Trennungslieder für Leute, die sich nicht gerne trennen. Und Publikumsbeteilung für Leute, die sich nicht gerne an Dingen beteiligen.

Mit „Funken schlagender Sprachkunst“ (AZ) und hintergründiger, leichtfüßiger Komik erzählt er dabei vor allem von Dingen, an denen er scheitert: Entscheidungen treffen. Mädchen am Lagerfeuer beindrucken. Den Kapitalismus abschaffen. Dafür gelingt es ihm, dem Konzept „Typ mit Gitarre und Klavier“ nochmal ungehörte Facetten abzutrotzen. Musikalisch versiert spielt er mit Genre-Traditionen und springt lässig zwischen Stilen und Stimmungen: vom beatlesquen Pop zur stramm marschierenden Protesthymne, von der komisch-gruseligen Stalker-Ballade zur „Reinhard Mey-Parodie zum Niederknien“ (Mannheimer Morgen).
Inzwischen hat ihm das schon etliche Kleinkunstpreise eingebracht, wie den Jurypreis des Prix Pantheon 2019, den Stuttgarter Besen 2018 und zuletzt die Tuttlinger Krähe 2020. Natürlich weiß er, dass solche Preise nichts über die Qualität aussagen müssen. Aber wenn er sie selbst gewinnt, kann er da erstaunlich gut drüber hinwegsehen.

Live-Eindrücke
https://www.youtube.com/watch?v=crDbm4-3FRU

Günter Gall: …und Reisen quer durch die Zeit

Montag, 17. Oktober 2022, 19.30 Uhr

Günter Gall ist ein „Barde“ im besten Sinne des Wortes und hat sich in den 50 Bühnenjahren ein breites Œuvre erarbeitet. Er singt und spielt unprätentiös seine Lieder, rezitiert und erzählt in altbewährter Art locker und entspannt. Im Jahre 2022 ist der Liedermacher 50 Jahre „unterwegs“. Dazu hat er eine Jubiläums-CD mit vielen Musikern eingespielt: „… und reisen quer durch die Zeit“.

Günter Gall hat als Sänger plattdeutscher Lieder vom Niederrhein begonnen, stand u.a. mit der legendären Gruppe DÜWELKERMES mehrfach mit H.D. Hüsch auf der Bühne. Auch aus dieser Zeit sind Lieder auf der CD, die einen Querschnitt durch 50 Jahre Liederschaffen und literarische Programme bietet. Neben Neuvertonungen von Kaléko, Kästner, Tucholsky und Ringelnatz gibt es auch eigene Lieder. Das älteste Lied auf der CD stammt von der 1978er LP „Ich bin ein freier Mann und singe“ „Leicht Gepäck“ vom Revolutionsdichter Georg Herwegh aus dem Gedichtband „Gedichte eines Lebendigen“ von 1841 – Credo und „Erkennungsmelodie“ auch auf der Jubiläumstour des Liedermachers, Volkssängers, Gitarrist, Rezitator und Autor, der in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag feierte und seit 38 Jahren in der Friedensstadt Osnabrück lebt.

Hier gehts zur Website von Günter Gall

10.10.22 | 20:00 | QUERFURT | Burg/Fürstenkeller
11.10.22 | 19:00 | COLDITZ-Erlbach | Ebbies Haus am Berg
12.10.22
13.10.22 | 20:00 | TRÖCHTELBORN | Kulturhof (In Private)
14.10.22 | 19:00 | WITZENHAUSEN | Ringelnatz
15.10.22 | 19:30 | SEEGEBIET MANSFELDER LAND-Rollsdorf | St. Petri Kirche
16.10.22 | 17:00 | LEIPZIG-Holzhausen | Kirche Zuckelhausen
17.10.22 | 19:30 | BAD LAUSICK-Beucha | Herrenhaus Schloss Beucha
18.10.22 | 20:00 | DELITZSCH | Altstadtkneipe No.2
19.10.22 | 20:00 | LEIPZIG | Alte Schlosserei
20.10.22

WIM aka Nina Müller

Samstag, 24. September 2022, 19.30 Uhr

WIM aka Nina Müller ist wie ein Wimmelbild aus leisen Fragen ans
Leben. ‚Was ist Musik?‘ könnte eine davon sein.

Dann wäre WIMs Antwort vielleicht: nahbar, staubig, zärtlich, in
bisschen traurig, leichtfüßig, filigran und pur.

Auf ihrem Debüt-Album BOXER betreibt WIM gleichsam behutsam
und gestochen scharf Gegenwartsbeobachtung und bringt dabei
das Beste aus zwei Welten zusammen:
das gute Gespür für zugängliche, wunderschöne Melodien und
diese verspielte Poesie, die mit einfachen Worten komplexe
Gefühlswelten ausleuchten kann.

10 #randomfacts über BOXER:

Zwischen erstem Ton und letztem Master hat sich 2 x die Jahreszahl geändert // Es aufzunehmen und zu mischen hat
ungefähr 52 Studiotage gedauert // An 12 davon gab’s Corona noch nicht // Die Aufnahmen wurden für mindestens 3 Europameisterschaftsspiele unterbrochen // von denen Deutschland eines verloren hat // Das älteste Lied darauf schrieb sie vor 9 (!) Jahren // Das Wort „Herz“ kommt 94 x mal vor, // wobei sich 92 davon auf nur einen Song verteilen // Das Wort „Schmerz“ kommt gar nicht vor! (Wenn das nicht neugierig macht…) //
Produziert wurde das Album von Toby Siebert.

BOXER: ALBUM INFO
Auch wenn man von WIM vielleicht noch nichts gehört hat an diesem Punkt, hat man von WIM schon viel gehört. Denn WIM ist das Soloprojekt einer sehr guten und sehr umtriebigen Songwritierin und Musikerin. Die Hamburgerin Nina Müller schrieb zum Beispiel schon Lieder für und mit den Prinzen, Matthias Schweighöfer, Lina Maly und Mary Roos, hat eine goldene Schallplatte für den ESC-Erfolg „You Let Me Walk Alone“ von Michael Schulte an der Wand hängen und komponierte den Score zum Spielfilm „Ein großes Versprechen“, der kürzlich für die Lola nominiert wurde.Nach dem sehnsuchtsvollen „L.“, und den leichtfüßigeren Singles „An manchen Tagen“ und „Löwenherz“ veröffentlicht WIM mit BOXER nun ein Debüt Album voller schillernder Indie-Pop-Songs, die ebenso seelenvoll wie klug getextet sind und sich zwischen Leichtigkeit und Schwermut perfekt die Waage halten.


Produziert von einer wahren Indie-Instanz – Tobias Siebert (Kettcar, Me and my drummer…) – gehen die insgesamt 10 Songs auf BOXER bei aller Eingängigkeit niemals vorhersehbare Wege und öffnen thematisch Räume für Situationen „dazwischen“; so zum Beispiel der Titelsong „Boxer“, in dem es um Grenzen geht, die unsichtbar zwischen Menschen liegen und allzuoft unbedacht niedergerannt werden. „Fall hier nicht mit Fäusten ein / ich wollte nie Boxer sein.“, singt Nina – und macht eine Kampfansage an die Kampfansage. Mit „Ich frag ja nur“ oder etwa „Kapitän Zukunft“ stellt WIM unter Beweis, dass man emotionale Brocken auch mit tänzerischer Leichtigkeit durchs Leben balancieren kann. Sparsame, zum Teil elektronische Beats und mineeske Coolness treffen auf perfekt arrangierte Chöre und poetische Sprachbilder. Die Instrumentierung ist dabei ebenso überraschend wie WIMs Songwriting, das bei aller Catchiness immer wieder so manchen Haken schlägt. Mit wummernden Bässen und treibender four-on-the-floor Bassdrum könnte „Treibsand“ jede Club-Tanzfläche zum Beben bringen, während es gleichzeitig WIMs facettenreichen Gesang an keiner Stelle untergräbt. Aber auch fragil und pur klingt WIM – etwa in den Piano-Balladen „Wolkenkratzer“ und „Wie auf Zehenspitzen“ oder dem
verschachtelten „Geistesblitzableiter“, in dem es textlich um die komplizierte Macht der eigenen Gedanken geht. BOXER erscheint am 20.05.2022 bei Schwesterherz Records. Im Mai und Juni ist WIM als Support für Alin Coen und Lina Maly deutschlandweit live unterwegs.PRESSESTIMMEN: “Stets etwas empathischer, durchdachter und überlegter, als vieles, was die Konkurrenz zu bieten hat.”

Fährmann/ Neunzig Liter und mehr

Montag, 19. September 2022, 19.30 Uhr

FÄHRMANN ist eine positive Ausnahmeerscheinung auf dem deutschsprachigen Musikmarkt, der schlicht und ergreifend viel zu gut für unsere fast gleichgeschaltet wirkende Radiokultur ist, besonders wenn es um deutschsprachige Texte geht: „Ich seh‘ euch schmachtend – flach – da überm Wasser / Ihr giert nach allem, was da schwebt im Strom.“ („So weit die Füße tragen“ – ein Text im Gedenken an TAMARA DANZ, der verstorbenen SILLY-Sängerin)

Begleiten wir also mit „Neunzig Liter und mehr“ FÄHRMANN auf seiner musikalischen Reise – die definitiv kein American-Road-Movie ist – durch die poetischen Highlands guten, sehr anspruchsvollen Deutsch-Folks, der gegen den Strom schwimmt und lieber in einer Untiefe versinkt anstatt auf einer flachen Sandbank die letzte Badehose runterzulassen.
Dafür aber kehrt der Hol-über-FÄHRMANN seine Seele von innen nach außen, schwelgt in Erinnerungen an die Zeiten in der DDR, sogar die Stasi (auch wenn er mit keinem Wort diese diktatorische Unrechtskacke, vor der er 1988 floh, erwähnt), die unerträglich schienen und der Erkenntnis, dass vieles von dem, was wir nun haben, dem Überwunden-Gedachten mit seiner hässlichen Fratze, die nur eine andere Farbe hat, verdammt ähnlich erscheint.
Ja, ja – da kommt uns doch schon wieder die tote, charismatische Tamara in den Sinn, der eine zwar farbenfrohe Allerweltsschauspielerin mit großem Selbstbewusstsein folgte, aber ohne auch nur halbwegs mit den entsprechenden Fertigkeiten und Fähigkeiten dahinter, um eine würdige Nachfolgerin zu werden. Viele aus dem Osten mussten anscheinend solche Erfahrungen machen – auch FÄHRMANN, der jetzt im Ruhrpott lebt.

FÄHRMANNs poetische, kraftvolle Texte lieben und leben von herrlichen Wortspielen, die ihm der liebe Herrgott garantiert nicht in die Wiege gelegt haben kann, da der ja lieber angebetet statt hinterfragt werden will. Bei FÄHRMANN aber schwingen in jedem Text die Fragen nach, die unser Leben entweder als biedermännisch oder widerständig offenbaren. Und damit müssen wir klar kommen, während der Liedermacher im BOB DYLAN-Style uns einen bläst – mit seiner Mundharmonika – oder auch mal die Wurlitzer und fette Orgelklänge rausholt, um uns runterzuholen aus unserem Wohlstandsmief, den wir als Bereicherung empfinden, obwohl er uns doch so viel ärmer macht: „Und ich weiß auch, Geld verändert sich und was ihr liebt ist nur lackiert / Und Haltung wird heut‘ nur noch über Viehzucht definiert.“ („Der alte Kirchturm“)

Bei solchen Aussagen kann man natürlich auch mit Akkordeon, Banjo und einer Nudeldose als Tonerzeuger punkten. Und dann ist da noch dieses Gespür für feine Melodien, viel Melancholie, aber auch trotzige Härte, die uns ein „Mit mir nicht!“ entgegenschleudert. Noch dazu mit einer Stimme vorgetragen, hinter deren rauen Schale sich immer wieder dieser zärtliche Kern versteckt, der einer ver

Melvin Touché & The Tom Toms

Montag, 15. August 2022, 19.30 Uhr

Stellen Sie sich vor, Sie sind in einem Berliner Nachtclub, und ein Typ mit einer Gitarre und einem schelmischen Blick rauscht herein mit einem Stapel Songs. Er kommt aus Oklahoma, mit vielen Zwischenstopps auf der ganzen Welt. Er verbreitet eine quirlige Energie, die aber auch gleichzeitig beruhigend wirkt, so als habe er Zugang zu einem geheimen Ort. Draußen regnet es in Strömen, aber drinnen in der Bar ist es warm und die Bühne ist beleuchtet. Er holt seine Gitarre heraus und streift an Ihnen vorbei. Jemand fragt:

„Was spielst Du heute?“

„Alles.“

Die Musik von Robert Williams ist eine Mischung aus Anmut und Wahrheit. Er weiß, wo sich die wilden Dinge abspielen und auch, wo sich das stille Herz verbirgt. Seit seinem 19. Lebensjahr schreibt Robert Lieder, zählt Woody Guthrie und Levon Helm zu seinen Einflüssen, und verarbeitet dabei all dies mit den Rhythmen eines weisen Mannes und dem Frohsinn eines Poeten.

Er wurde in Oklahoma geboren, in jener Gegend, wo die Figuren John Steinbecks die täglichen Kämpfe des kleinen Mannes gegen ihr Schicksal bestritten. Robert ist ein Wanderer, der auf seinem langen Weg durch die Kaschemmen von Kansas City und Austin bis hin zu den verlockenden Kneipen in Berlin Lieder gesammelt und verarbeitet hat.

Seit den siebziger Jahren hat Robert seinen eigenen Stil entwickelt, eine meisterliche Mischung aus Folk, Blues, Rock, mit einem Schuss europäischer Musiktradition. Während des Kalten Krieges spielte er in Berliner Clubs wie dem „Go-In“ und dem „Folkpub“. Er war dort ein lebhafter Funke in der Szene, eine Stimme in dem Mosaik von dem, was einmal war und was an dessen Stelle trat. Der Berliner Musikkritiker Peter Müller ist überzeugt, dass Robert und sein langjähriger kreativer Weggefährte Wayne Grajeda aus der Musikgeschichte der Stadt nicht mehr wegzudenken sind und lobt deren musikalisches Können, ihr Talent als Songschreiber und ihre Originalität.

Roberts Lebensweg führte ihn schließlich nach Kairo, wo er an der dortigen American University als Linguist tätig war. Aus dieser Distanz, und im Anschluss an die Ereignisse des 11. Novembers, hatte Robert durchaus Provokantes zum amerikanischen Alleingang zu sagen und dazu, was die Tragödie aus seinem Heimatland gemacht hat. Sein erstes Soloalbum State Secrets (2004) wurde in Nashville von George Marinelli Jr., dem Gitarristen der Bonnie Raitt Band, produziert. Im Dezember 2010 bezeichnete die „Oklahoma Gazette“ State Secrets als eines der zehn bedeutendsten Alben des Jahrzehntes eines Künstlers aus Oklahoma.

Ein kleiner Vorgeschmack auf youtube

Tempi Passati

Montag, 18. Juli 2022, 19.30 Uhr

zur Website von Tempi Passati

”Die Welt steht Kopf. Und wir schauen Fernsehen.” Songwriter Raik Hessel bringt den Wahnsinn der Gegenwart mal wieder auf den Punkt – oder besser gesagt: auf Platte. Mit “Teuflischer Plan” legen Tempi Passati ihr mittlerweile viertes Album vor. Es ist gleichzeitig ihr Debüt auf dem Hamburger Label DerMenschIstGutMusik.”

Angesichts dessen, was heutzutage so um uns herum alles passiert oder eben nicht passiert, kann ich nicht einfach nur Liebeslieder schreiben”, sagt Hessel. “Ich denke zudem, Sinn und Form müssen gleichberechtigt sein – die Musik ist für uns genauso wichtig wie die Geschichten, die wir erzählen. Und wenn es nichts zu erzählen gibt, spielen wir eben ein Instrumental.”

Tempi Passatis neues Album zeichnet sich erneut durch einen Sinn für Songs, Spielwitz und genreübergreifende Arrangements aus. Nach dem Motto: Das Leben ist zu kurz, um nur einen Sound zu spielen. “Vielfalt statt Einfalt statt Belanglosigkeit”, heißt es im Stück “Diversität”. In der Tat speisen viele Quellen diesen Strom: ausgefeilter Folk, chansonesker Pop, Dub, Tex Mex, alternative Liedermacherei und klassische Singer/Songwriter-Kunst. Und doch behält der große Fluss stets seinen unverwechselbaren, wiedererkennbaren, eigenen Klang.

Inhaltlich sind Tempi Passati so etwas wie der Gegenentwurf zum aktuellen “Menschen, Leben, Tanzen, Welt”-Deutschpop. Die Band hat etwas zu sagen, in eigener Sprache. Texte zwischen Euphorie und Resignation über die großen und kleinen Dinge des deutschen Alltags. Stücke wie “Glück allein macht auch nicht glücklich” und “Bleiben oder gehen” sind treffsichere Beobachtungen dessen, was man gemeinhin das Allgemeine im Besonderen nennt. Hessel singt von den Höhen und Tiefen des bürgerlichen Alltags, großen Träumen, kurzsichtiger Gier und krasser Ungerechtigkeit, ohne plakativ zu werden. Das ist zum Weinen schön und zum Lachen grotesk.